FAQ - Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten | Legasthenie

Behandlung
Was tun bei LRS (Lese-Rechtschreibschwäche)? Welche Förderung oder Behandlung bei LRS (Lese- und/oder Rechtschreibschwierigkeiten, Lese-Rechtschreibschwäche, Lese-Rechtschreibstörung (Legasthenie)?

Behandlung. Was tun bei LRS? Die Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten gefährden den Schulerfolg von Kindern und Jugendlichen. Eine frühzeitige symptombasierte Behandlung nach wissenschaftlich-medizinischen Kriterien und Standards ist deshalb dringend geboten; siehe S3-Leitlinie "Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Lese- und/oder Rechtschreitstörung" der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlich Medizinischer Fachgesellschaften (2015). Wesentliche Ziele sind neben der Förderung des Lesens und/oder der Rechtschreibung eine psychische Unterstützung des Kindes (Jugendlichen) und die Schaffung von funktionalen (günstigen) psychosozialen Bedingungen.

Unsere integrativ-psychologische Lerntherapie ist verhaltenstherapeutisch orientiert, multimodal und schließt Kind (Jugendlichen), Eltern und Lehrer/innen ein. Unsere Einzel-Lerntherapie ist stets individuell; gemäß dem Entwicklungs- und Lernstand des Kindes (Jugendlichen), seinen kognitiven und emotional-motivationalen Lernvoraussetzungen sowie entsprechend seinem biopsychosozialen Lern-Wirkungsgefüge.

Welche Förderung oder Behandlung bei LRS (Lese- und/oder Rechtschreibschwierigkeiten, Lese- und/oder Rechtschreibschwäche, Lese-Rechtschreibstörung (Legasthenie)?

Funktionelle Übungsbehandlung. Die Grundprinzipien effektiver Förderung nach wissenschaftlich-medizinischen Kriterien sind: Die Basiskompetenzen (s. Phonologische Bewusstheit) für das Lesen und Rechtschreiben sind systematisch zu entwickeln. Die funktionelle Übungsbehandlung fördert stufenweise entlang der Phasen der Lese- und Rechtschreibentwicklung (s. alphabetische und orthographische Phase) die Lesefertigkeiten (Lesegeschwindigkeit, Lesesorgfalt und Leseverständnis) und Rechtschreibfertigkeiten (lautgetreues Rechtschreiben und Anwendung von Rechtschreibregeln). Die Lese- und Rechtschreibprozesse sind durch intensive Übung einzuschleifen und zu festigen. Zudem sind zusätzliche Entwicklungsauffälligkeiten (s. Rechenschwierigkeiten) zu behandeln. Dann ist der Erfolg einer professionellen Behandlung (Lerntherapie) gewährleistet.

Methodik und Didaktik. Unsere integrative Lerntherapie (LRS-Therapie) ist stets symptomorientiert und basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie fördert die spezifischen Lernvoraussetzungen für Lesen und Rechtschreibung (s. Basisfunktionen, phonologische Bewusstheit). Und sie realisiert in der funktionellen Übungsbehandlung von Lese- und Rechtschreibfertigkeiten die wissenschaftlich-medizinischen Kriterien und Standards (s. S3-Leitlinie "Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Lese- und/oder Rechtschreibstörungen" der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaft Medizinischer Fachgesellschaften, 2015: bvl-legasthenie.de/images/static/pdfs/Leitlinien/LF_Leitlinie.pdf.

Psychologische Arbeit. Unsere psychologische Arbeit mit Kind (Jugendlichen), Eltern und Lehrer/innen dient der psychischen Stabilisierung und Optimierung der psychosozialen Faktoren; sie basiert auf dem Therapieprogramm von Bernart und Weinig (2020) sowie auf aktuellen Forschungserkenntnissen zu den Wirkfaktoren erfolgreichen Lernens.

Die psychische Stabilisierung hat zum Ziel: Erhöhung der Lernmotivation, Abbau von Ängsten und Erlernen von Bewältigungsstrategien zur Verarbeitung von Misserfolgen, Abbau spezifischer psychischer und psychosomatischer Symptome. Die Optimierung der psychosozialen Faktoren hat zum Ziel: eine funktionale Schulsituation (s. Nachteilsausgleich) zu schaffen und die Bewältigungskompetenzen der Eltern (s. Ko-Therapeuten) zu stärken.


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