FAQ - Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten | Legasthenie

Diagnostik
Wann sollte getestet werden? Wer testet "Emotional-motivationale Lernschwierigkeiten"? Wie werden "Emotional-motivationale Lernschwierigkeiten" diagnostiziert? Was wird getestet? | Wieviel kostet ein Test?

Um emotional-motivationale Lernschwierigkeiten psychologisch-lerntherapeutisch diagnostizieren zu können, bedarf es eines fundierten störungsspezifischen Wissens sowie möglicher kognitiver und emotionaler Störungs-Komorbiditäten. – Die Überprüfung und Befunderhebung von »Emotional-motivationalen Lernschwierigkeiten« erfordert eine umfassende Basis- und Differenzialdiagnostik; zumal auch bei primär kognitiven Lernstörungen und schulischer Überforderung die Kernsymptome »Emotional-motivationaler Lernschwierigkeiten« auftreten können.

Wann sollte getestet werden? Wenn Kernsymptome emotional-motivationaler Lernschwierigkeiten auftreten, dabei sind besonders die erwartungswidrigen Minderleistungen auffallend, sollte zeitnah der betroffene Schüler psychologisch-lerntherapeutisch diagnostiziert werden. Möglichst frühzeitig sollte überprüft werden, ob »Emotional-motivationale Lernschwierigkeiten« bestehen; dabei sollte auch überprüft werden, ob »Lernschwierigkeiten bei AD(H)S«, primär kognitive Lernstörungen (s. Lese-Rechtschreibstörung, Rechenstörung) oder beispielsweise schulische Überforderung bestehen.

Wer testet? »Emotional-motivationale Lernschwierigkeiten« können in spezialisierten Kinder- und Jugendpsychiatrien oder psychologisch-lerntherapeutisch in der LTE (LTE Lern-Therapeutische Einrichtung®) mittels umfassender Basis- und Differenzialdiagnostik überprüft werden

Wie werden »Emotional-motivationale Lernschwierigkeiten« diagnostiziert? | Was wird getestet?

Bei Verdacht auf »Emotional-motivationale Lernschwierigkeiten« und/oder bei Vorliegen einer fachlichen Diagnose psychischer Störungen des betroffenen Kindes (Jugendlichen) bildet die wissenschaftlich fundierte Diagnostik von »Emotional-motivationalen Lernschwierigkeiten« die mehrstündige Basis- und Differenzialdiagnostik. Dabei werden zum einen die kognitiven Lernvoraussetzungen, einschließlich der kognitiven Leistungsfähigkeit (Intelligenz), und zum anderen die emotional-motivationalen Lernvoraussetzungen überprüft. Die Lernbiographie und Lernstände (s. Hauptfächer) des Kindes (Jugendlichen) werden ermittelt. Die Persönlichkeitsfaktoren, die Kognitionen und die lernbegleitenden Emotionen, außerdem die psychischen Symptome des Kindes (Jugendlichen) sowie die psychosozialen Faktoren (s. Lern-Wirkungsgefüge) werden eruiert.

  • Kognitive Lernvoraussetzungen: Testungen der kognitiven Leistungsfähigkeit (Intelligenz), Leistungs- und Verarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeitsfunktionen und Konzentration, Gedächtnisfunktionen, exekutiven Funktionen und des metakognitiven »Lern-Wissens«.
  • Emotional-motivationale Lernvoraussetzungen: Ermittlung des Schulischen Fähigkeiten-Selbstkonzeptes, der Lern- und Leistungsziele, Lern- und Leistungsmotivation sowie der Anstrengungsbereitschaft des Kindes (Jugendlichen) mittels wissenschaftlich anerkannter Fragebögen.
  • Lernstände: Testung der Lernstände in Deutsch (s. Lesen und Rechtschreibung) und Mathematik (s. Rechnen) zur Überprüfung, ob eine Lese-Rechtschreibstörung oder Rechenstörung besteht.
  • Biopsychosoziale Wirkungsfaktoren: Ermittlung der Persönlichkeitsfaktoren, der Kognitionen (Annahmen) und der lernbegleitenden Emotionen (s. Prüfungsängste, Leistungs- und Versagensängste; außerdem der psychischen Symptome (Probleme) des betroffenen Kindes (Jugendlichen) sowie der psychosozialen Faktoren (Bedingungen) in Familie und Schule mittels wissenschaftlich anerkannter Fragebögen.

Die fundierte psychologisch-lerntherapeutische Basis- und Differenzialdiagnostik ist mit ihren quantitativen und qualitativen Auswertungen die gesicherte Grundlage für ein individuelles Störungsmodell (s. Lern-Wirkungsgefüge) und die indizierten multimodalen Interventionen.

Wieviel kostet ein Test?

Kosten (Gebühren). Die Diagnostik umfasst ein diagnostisches Elterngespräch und/oder Fragebögen (Exploration), 6 Diagnoseeinheiten (i.d.R. 2 x 2,5 Zeitstunden), ein Eltern-Auswertungsgespräch und einen schriftlichen mehrseitigen wissenschaftlich fundierten Befundbericht. Die Gebühr für die Diagnostik beträgt 698 € bei Anmeldung zu Diagnostik und Lerntherapie; sie schließt ein: Materialgebühren sowie 5-6 Einheiten (je 45 Minuten) für die Fragebögen- und Testauswertungen, Erstellung und Supervision (Überprüfung) eines schriftlichen wissenschaftlich fundierten Befundberichtes mit Maßnahmenempfehlungen.

Eine Arbeitseinheit (45-50 Minuten) wird mit ca. 45 € honoriert. Damit liegen die Gebühren für die LTE-Fachdiagnostik deutlich unter dem Vergütungssatz für Kinder- und Jugendpsychotherapeuten (≥ 100 €) und dem Fachstundensatz für professionelle integrative Lerntherapie (≥ 70 €, siehe beispielsweise die Vergütungsverordnung des Berliner Senats zu § 35 a SGB VIII).

LTE-Diagnostik zum Deckungsbeitrag (Selbstkostenpreis). Wozu? Unsere Fachdiagnostik soll Eltern helfen, die richtige Hilfe für ihr Kind einzuleiten. Die wissenschaftlich fundierte Diagnostik ist die Grundlage, gesichert die Elternfragen zu den Lernschwierigkeiten und deren Ursachen wie auch zu der schulischen Entwicklung des Kindes (Jugendlichen) zu beantworten.


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