Lerntherapie | Psychologisch-Integrative Lerntherapie I

Lern- und Leistungsstörung bei Lern-Regulationsdefiziten oder Aufmerksamkeitsstörung / AD(H)S

Störungen der Lern-Regulation und Aufmerksamkeit:
Wenn es Ihrem Kind nicht gelingt, sich beim Lernen selbst zu steuern ...

Ausgehend von der individuellen Lern- und Leistungsstörung aufgrund von Lern-Regulationsdefiziten oder Aufmerksamkeitsstörung des Kindes oder Jugendlichen werden gemeinsam die Änderungsziele festgelegt und die adäquaten multimodalen Maßnahmen geplant.

Unsere psychologisch-integrative Lerntherapie verändert positiv das Lernen des Kindes / Jugendlichen und unterstützt bei der Veränderung von Persönlichkeits- und Umweltmerkmalen. Die konstruktive Zusammenarbeit mit den Eltern und auch der Schule ist hierbei für den Erfolg grundlegend.

Wir berücksichtigen aktuelle wissenschaftlich-therapeutische Standards und die S3-Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) zu Diagnostik und Behandlung von Aufmerksamkeitsstörungen / AHDS.

In unserer professionellen Praxis setzen wir ausgehend vom Stärken- und Schwächen-Profil des Kindes / Jugendlichen in der psychologisch-integrativen Lerntherapie evaluierte neuropsychologische und psychologische Trainings- und Therapieprogramme mit wissenschaftlich gesicherten Effektivitätsstudien ein:

Psychologisch-integrative Lerntherapie I

  • Eltern-Coaching, Psychoedukation & Beratung | Sicherung durch Nachbetreuung

  • Selbst- und Lern-Regulation | Kognitive und emotionale Verhaltensregulation

  • Lern-Organisation, Lern-Strategien und Lern-Methodik

  • Aufmerksamkeitsfunktionen und Lern-Konzentration


  • Lern- und Leistungsmotivation | Lern-Volition
  • Persönlichkeitsfaktoren, Selbstwert-Konzept & Selbstkonzept der Schulfähigkeit

  • Lernbegleitende Gedanken und Emotionen | Lern-Stress & Prüfungsangst


  • Lernumwelt: Familie, Schule, Freizeit & Gleichaltrige
  • Mitarbeit im Unterricht (& Abbau von Störverhalten)

  • Abbau von Wissenslücken: Nachhilfe mit lerntherapeutischer Kompetenz

Bio-psycho-soziales Erklärungsmodell:
Entwicklungsprozesse

Bio-psycho-soziales Modell zur Entstehung von Lern-Regulations- und Aufmerksamkeitsstörungen,
modifiziert nach: Döpfner, Frölich & Lehmkuhl, Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) (2. / 2013)

Weitere Informationen ...

1. Definition | Beschreibung

Mit „Aufmerksamkeitsschwäche“ bezeichnen wir besondere individuelle Schwierigkeiten bei den Aufmerksamkeitsfunktionen, die jedoch nicht so schwerwiegend sind wie bei einer Aufmerksamkeitsstörung.

Wir unterscheiden zwischen gehirnphysiologischen / neurobiologischen Aufmerksamkeitsstörungen (als Gehirnfunktionsstörung) und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung) als eine Verhaltens- und emotionale Störung mit Beginn in der Kindheit und Jugend, deren Grundlage eine gehirnphysiologische / neurobiologische Aufmerksamkeitsstörung sein sollte.

In der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen der Weltgesundheitsorganisation (ICD-10) wird zwischen ADHS als Aufmerksamkeitsstörung mit Hyperaktivität und Impulsivität und „ADS“ (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) als Aufmerksamkeitsstörung bei dominierender Unaufmerksamkeit mit allenfalls geringfügigem impulsivem Verhalten unterschieden. Und es werden die Merkmale und diagnostischen Leitlinien einer Aufmerksamkeitsstörung (hier: F90.0 Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung, F.90.1 Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens; F90.9 Nicht näher bezeichnete hyperkinetische Störung) beschrieben / definiert.

Der Beginn einer Aufmerksamkeitsstörung (hier: ADHS) liegt vor dem siebten Lebensjahr und die Merkmale / Kriterien sind in mehr als einer Lebenssituation (Familie, Spiel und Sport oder Schule) erfüllt.

2. Ursachen | Entstehung

Die Ursachen einer Aufmerksamkeitsstörung | ADHS sind vielfältig und individuell verschieden. Es gibt keine eindeutige und allumfassende Erklärung für die Entstehung dieser Auffälligkeiten. Bei ADHS werden eine genetische Disposition, eine neurobiologische Stoffwechselstörung und Veränderung der Funktionsweise des Gehirns angenommen. Bestimmte gehirnphysiologische / neuropsychologische Fähigkeiten sind schwerwiegend eingeschränkt; besonders sind dies die exekutiven Funktionen, die unter anderem zuständig sind für die kognitive und emotionale Verhaltensregulation.

Einige dieser Ursachen zeigen sich oftmals schon im frühen Entwicklungsverlauf. Zur Ausprägung und zum Störungsverlauf tragen psychosoziale Umweltmerkmale wie Störungen in der Familie oder Schule sowie Persönlichkeitsmerkmale und auch psychische Belastungen des Kindes / Jugendlichen erheblich bei.

Beispielsweise können aufgrund der ADHS-Symptomatik Interaktionsstörungen auftreten, die wiederum zu einer Verstärkung der ADHS-Symptomatik führen. ADHS-Kinder reagieren auf Erziehungsmaßnahmen oft nicht wie andere Kinder. Die Eltern geraten deshalb häufig in schwierige Erziehungssituationen. Es entsteht ein Teufelskreis aus Ermahnungen, Grenzsetzungen und Grenzüberschreitungen. Positive Erfahrungen treten immer mehr in den Hintergrund. Negative Rückmeldungen aus dem Lebensumfeld des Kindes verstärken die Störungsproblematik, führen zu kritischen Persönlichkeitsmerkmalen wie Störung des Selbstwertgefühls, Ängsten oder Verhaltensstörungen.

3. Diagnostik

Nur mit fundierter wissenschaftlicher Basis- und Differenzialdiagnose kann eine Lerntherapie wirksam an den Ursachen der Schwäche oder Störung ansetzen. Aufmerksamkeitsleistungen sind eine wichtige Voraussetzung für die Bewältigung täglicher Anforderungen. Ein Ziel ist, eine Aufmerksamkeitsschwäche oder eine Aufmerksamkeitsstörung/ADHS frühzeitig zu erkennen, denn Aufmerksamkeitsstörungen „wachsen sich nicht aus“; die Aufmerksamkeitsstörung bleibt unbehandelt auch im Erwachsenenalter bestehen.

Die LTE diagnostiziert gehirnphysiologische / neurobiologische Aufmerksamkeitsstörungen (als Gehirnfunktionsstörung) u.a. mit einer neuropsychologischen Computer-Testbatterie. ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung) wird stets im Zusammenwirken mit spezialisierten Kinder- und Jugendpsychiatern und Fachstellen gemäß den klinisch-diagnostischen Leitlinien der ICD-10 diagnostiziert.

Zur fundierten Diagnostik von Aufmerksamkeitsstörungen / ADHS gehören:

Umfassende Anamnese mit Verhaltensbeobachtung, Anamnese-Fragebogen und klinischen Fragebögen; zudem in der Regel Fragebögen zur emotionalen Befindlichkeit, zum Lernen und zum Selbstkonzept der Schulfähigkeit sowie zur Beurteilung exekutiver Funktionen.

Psychometrische Testung der allgemeinen Intelligenz; neuropsychologische Testung der Aufmerksamkeitskomponenten in den Dimensionen der Intensität und Selektivität und ergänzende Testungen der selektiven Aufmerksamkeit (Konzentrationsfähigkeit).

Testung von exekutiven Funktionen, Gedächtnisfunktionen, auditiver und visueller Wahrnehmung und/oder beispielsweise der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit.

Feststellung der Stärken und Schwächen des Kindes / Jugendlichen in den schulischen Leistungsaspekten mit anerkannten wissenschaftlichen Verfahren.

Das diagnostizierte Leistungs- und Störungsprofil des Kindes / Jugendlichen zeigt auch die qualitative Aufmerksamkeitsschwäche oder Aufmerksamkeitsstörung | ADHS auf und führt diese auf ihre Ursachen und Wirkungsfaktoren zurück. Die Ergebnisse unserer Fachdiagnostik gestalten den individuellen Förder- und Maßnahmenplan für das betroffene Kind / den betroffenen Jugendlichen und seine Umwelt.

4. Aufmerksamkeitsstörung | ADHS: Störungsmerkmale

Eine Aufmerksamkeitsstörung ist beim einzelnen Betroffenen mit individuellen Merkmalen ausgeprägt. Eine gehirnphysiologische / neurobiologische Aufmerksamkeitsstörung muss nicht zwangsläufig als Verhaltensstörung (ADHS: Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung) in Erscheinung treten.

Die folgenden drei ADHS-Verhaltenscharakteristika (Merkmale) treten immer situationsunabhängig und zeitstabil auf. – Rund 50 % der betroffenen Erwachsenen zeigen körperliche Hyperaktivität / Unruhe oder innere Unruhe. Unaufmerksamkeit und kognitive Impulsivität sowie die Störungen exekutiver Funktionen bleiben unbehandelt auch im Erwachsenenalter bestehen.

Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeitsstörungen / ADHS sind aufgrund ihrer Störungen in den Lernvoraussetzungen (hier: Aufmerksamkeits- und Exekutivfunktionen) in ihren kognitiven Leistungen, in ihrer Lern- und Leistungsfähigkeit und somit im Lernerfolg beeinträchtigt. Es entwickeln sich Lern-Leistungsstörungen / Minderleistung und/oder Teilleistungsstörungen (Lese-Rechtschreibstörung, Rechenstörung) und es kann sich auch eine Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (ICD-10 F90.1) bilden.

ADHS-Verhaltenscharakteristika (Merkmale): Unaufmerksamkeit:

Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren. Sie lassen sich leicht durch äußere Reize ablenken und sind gegenüber Details unaufmerksam. Daraus folgen beispielsweise Flüchtigkeitsfehler bei Hausaufgaben oder Klassenarbeiten, denn diese Kinder sind nicht in der Lage, ihre Aufmerksamkeit bei Aufgaben oder Spielen aufrechtzuerhalten.

Sie erfüllen ihre Hausaufgaben oder Pflichten nicht und hören häufig (scheinbar) nicht, was man ihnen sagt. Erklärungen können sie nicht folgen. Die Betroffenen sind bei alltäglichen Aktivitäten oft vergesslich und beeinträchtigt in ihrer Organisation von Aufgaben, Lernen und Aktivitäten. Sie vermeiden ungeliebte Arbeiten wie das systematische Lernen auf Klassenarbeiten oder vermeiden Aufgaben, die Durchhaltevermögen erfordern. Sie vergessen oder verlieren häufig Materialien, die für bestimmte Aufgaben oder Tätigkeiten wichtig sind.

Hyperaktivität / Überaktivität:

Die Betroffenen sind besonders in Situationen, die eigentlich Ruhe verlangen, ruhelos. Sie sind motorisch unruhig, zappelnd und ausgeprägt redselig und lärmend. Oftmals verlassen sie ihren Platz im Klassenzimmer oder in anderen Situationen, in denen das ruhige Sitzen erwartet wird und laufen herum.

Sie sind unnötig laut beim Spielen und haben Schwierigkeiten, Freizeitbeschäftigungen ruhig nachzugehen. Im Jugendalter ist die körperliche Unruhe geringer, dann kann eine starke innere Unruhe und Anspannung vorherrschen.

Kognitive Impulsivität:

Die Betroffenen platzen oftmals mit der Antwort heraus, bevor die eigentliche Frage beendet ist. Häufig können sie nicht abwarten, bis sie bei Spielen oder in Gruppensituationen an die Reihe kommen. Sie unterbrechen und stören andere, mischen sich in ein Gespräch oder ein Spiel anderer unbekümmert ein. Diese Kinder und Jugendlichen neigen zu Unfällen, geraten aufgrund ihrer Unbekümmertheit in gefährliche Situationen. Ihre Fähigkeit, Situationen einzuschätzen, ist beeinträchtigt.

Anweisungen von Eltern oder Lehrern befolgen sie häufig nicht; sie haben Schwierigkeiten und Aggressionen im Umgang mit Gleichaltrigen. Immer wieder reden sie exzessiv, ohne angemessen auf soziale Regeln und Beschränkungen zu reagieren. Ihr soziales Verhalten wirkt distanzlos und häufig sind sie bei anderen Kindern wenig beliebt. Vielfach ist ihr Selbstwertgefühl sehr niedrig; sie leiden.

5. Therapie-Grundsätze

Die Ergebnisse unserer fundierten Fachdiagnostik gestalten den individuellen Förder- und Maßnahmenplan für das betroffene Kind / den betroffenen Jugendlichen und seine Umwelt. 
Das diagnostizierte Leistungs- und Störungsprofil des Kindes / Jugendlichen zeigt auch die qualitative Aufmerksamkeitsschwäche oder Aufmerksamkeitsstörung | ADHS auf und führt diese auf ihre zu behandelnden / berücksichtigenden Ursachen und Wirkungsfaktoren zurück.

Primärer Bestandteil der Psychologisch-Integrativen Lerntherapie ist die therapeutische Arbeit und direkte Förderung am Symptom. Die Ergebnisse der fundierten Fachdiagnostik mit dem individuellen Leistungs- und Störungsprofil gestalten den Therapie-Förderplan des Kindes. Die Psychologisch-Integrative Lerntherapie orientiert sich an der Ausgangslage, das heißt den Stärken und Schwächen des Kindes / Jugendlichen. Die Therapie beginnt als Einzeltherapie mit Aufgaben, die das Kind erfolgreich meistern kann. So erlebt das Kind bejahende Erfolgserlebnisse und motivierende Freude, sein Selbstwertgefühl und auch das Konzept der Selbstwirksamkeit entwickeln sich positiv. Dies entlastet auch die Familie.

Bei ADHS und bei hyperkinetischer Störung des Sozialverhaltens (ICD-10 F90.1) ist ein Ziel der therapeutischen Intervention die konstruktive Zusammenarbeit mit Eltern und Schule notwendig und grundlegend, erstens um negative Interaktionsmuster zu reduzieren und zweitens um förderliche Interaktionsmuster aufzubauen.

Bei einer Störung des Sozialverhaltens ist außerdem die Förderung der emotionalen und sozialen Kompetenz des Kindes / Jugendlichen notwendig. Die Lerntherapeutin / der Lerntherapeut hilft bei der Veränderung von Persönlichkeits- und Umweltmerkmalen.

In unserer Psychologisch-Integrativen Lerntherapie werden besonders spezifische Therapie- und Trainingsprogramme mit wissenschaftlich abgesicherter Effektivität eingesetzt. Das Kind / der Jugendliche wird systematisch, multimodal und multi-methodisch therapiert.

6. Therapie: Stufen | Module

Unsere Psychologisch-Integrative Lerntherapie fördert nachhaltig eine positive Entwicklung der diagnostizierten kritischen Merkmale der spezifischen Aufmerksamkeitsstörung: Aufmerksamkeitsfunktionen und exekutive Funktionen (primär: kognitive und emotionale Verhaltensregulation). Zudem hilft die Lerntherapeutin / der Lerntherapeut bei der konstruktiven Veränderung von Persönlichkeits- und Umweltmerkmalen. Hierbei ist die Zusammenarbeit mit Eltern und Schule für die erfolgreiche Intervention grundlegend.

Die Interventionen in der Psychologisch-Integrativen Lerntherapie konzentrieren sich auf vier aufbauende und auch in sich vernetzte Module (Bereiche / Interventionsebenen):

Basis-Modul / Interventionsebene: 
Funktions-Aufmerksamkeitstraining | Praxis-Training: Aufmerksamkeitssteuerung

Bei gehirnphysiologischer / neurobiologischer Aufmerksamkeitsschwäche oder Aufmerksamkeitsstörung und bei ADHS startet die Einzel-Therapie mit spezifischem Gehirn-Funktions-Aufmerksamkeitstraining in den gestörten Bereichen der Aufmerksamkeitsdimensionen „Intensität“ und/oder „Selektivität“ mit wissenschaftlich evaluierten neuropsychologischen Trainingsprogrammen sowie mit Praxis-Übungen zur fokussierten und selektiven Aufmerksamkeit (Konzentrationsübungen).

Die Therapie kann zum Beispiel durch neuropsychologisches Training von Gedächtnisfunktionen, auditiver oder visueller Wahrnehmung und/oder der grundlegenden Verarbeitungsgeschwindigkeit ergänzt werden.

Diese therapeutische Förderung beginnt als Einzeltraining und wird später zur nachhaltigen Transfersicherung in offenen Sozial-Situationen und/oder als Gruppentraining durchgeführt.

Dieses Gehirn-Funktions-Aufmerksamkeitstraining dient auch zugleich als Praxis-Training zur Aufmerksamkeitssteuerung durch die spezifische Förderung kritischer exekutiver Funktionen (Emotionale und kognitive Verhaltensregulation: Reaktionshemmung und Reaktionskontrolle, Selbststeuerung durch Selbstinstruktionen).

Modul / Interventionsebene: 
Selbstregulations-Training | Praxis-Training: Exekutiv-Funktionen

Bei Aufmerksamkeitsstörungen | ADHS baut das intensive lerntherapeutische Selbstregulations-Training – Training zur Entwicklung emotionaler und kognitiver Verhaltensregulation – auf dem Funktions-Aufmerksamkeitstraining auf.

Unser Selbstregulationstraining basiert auf bewährten evaluierten Therapieprogrammen, hierbei werden auch fördernde Trainingsübungen exekutiver Funktionen durchgeführt. Darüber hinaus nutzt es als Praxis-Training exekutiver Funktionen der vertieften Übung der positiven emotionalen und kognitiven Verhaltensregulation. Die Praxis-Übungen, die – auch zur Transfer-Sicherung – konkret den Lernalltag des Kindes / Jugendlichen aufgreifen, dienen der Sicherung nützlicher Verhaltensorganisation und Verhaltenssteuerung. Insbesondere entwickelt hierbei das Kind / der Jugendliche seine persönlichen hilfreich-förderlichen Handlungs-Strategien zum Lernen (Lernorganisation, Lernstrategien, Lerntechniken).

Ziele sind die Entwicklung, der Transfer in den Alltag und die Sicherung eines reflexiven Lern- und Arbeitsverhaltens z. B. durch mentale Antizipationen, verbale Selbststeuerung / Verbalisieren bei Problemlöseaufgaben und Einsatz von Wenn-dann-Plänen. Weitere Ziele des Trainings sind die Vermittlung effektiver Techniken / Methoden zur selbstwirksamen Änderung kritischen Verhaltens und der Aufbau konstruktiv-förderlichen Verhaltens.

Modul / Interventionsebene: 
Verhaltenstraining emotionaler und sozialer Kompetenzen

Bei vorliegender ADHS und/oder hyperkinetischer Störung des Sozialverhaltens dient unser Verhaltenstraining emotionaler und sozialer Kompetenzen der spürbaren Verminderung impulsiven und sozial-oppositionellen Verhaltens in Schule und Familie und fördert tiefgreifend die emotionale Verhaltensregulation des Kindes / Jugendlichen.

Dieses Training emotionaler und sozialer Kompetenzen fördert das Wahrnehmen und Erkennen sozialen Verhaltens, die Selbstwirksamkeit und Selbstakzeptanz (Attributionen) sowie die Selbstwahrnehmung der Reziprozität von Gefühl (Emotion) und Denken (Kognition) des Kindes / Jugendlichen und fördert grundsätzlich und effektvoll die positive Wechselwirkung zwischen emotionaler und kognitiver Verhaltensregulation.

Modul / Stützende Übungen: 
Entspannung und Stressprävention

Ein Entspannungstraining, beispielsweise die Progressive Muskelentspannung, dient in Verbindung mit einem Mentaltraining und einem Stresspräventionstraining für Kinder und Jugendliche dem Abbau von Unruhe, Stress und Ängsten (z. B. Lern- und Prüfungsängsten).

Modul / Interventionsebene: 
Familien-Schulzentrierte Intervention | Beratung, Erziehungstraining, Eltern-Coaching

Bei ADHS und bei hyperkinetischer Störung des Sozialverhaltens ist ein wichtiges Therapieziel unserer Familien- und Schulzentrierten Intervention die Verminderung kritischer Verhaltensauffälligkeiten des Kindes /Jugendlichen durch aufklärende Psycho-Edukation und konstruktive Veränderung der Interaktionen (Eltern-Kind / Lehrer-Schüler / Schüler-Schüler).

Bewährt-erfolgreiche Elemente unserer Psychologisch-Integrativen Lerntherapie sind beispielsweise die Aufklärung über das Störungsbild (Psycho-Edukation) in Verbindung mit hilfreicher Beratung und Anleitung der Eltern und Lehrer zur förderlichen Unterstützung der therapeutischen Interventionen im Alltag des Kindes, das Erziehungstraining mit nutzbringender Vermittlung und Übung positiver Strategien und Erziehungstechniken im Familien- und Schulalltag (z. B. bei Lern- und Hausaufgabensituationen).

Darüber hinaus bietet die Psychologisch-Integrative Lerntherapie z. B. professionelle Lernbetreuung und Nachhilfe bei familiär-belastenden Hausaufgaben- und Lernsituationen des Kindes / Jugendlichen und bietet Eltern ein bewährt-erprobtes individuelles Coaching sowie ein Coaching für selbstbetroffene Erwachsene mit Aufmerksamkeitsstörungen / ADHS.

7. Elternberatung | Gutachten

Das Kind / der Jugendliche und seine Eltern werden über das Begabungs- und Störungsprofil und seine Auswirkungen umfassend aufgeklärt (Psycho-Edukation); und sie werden in der innerpsychischen und familiären Bewältigung der durch Aufmerksamkeitsstörung | ADHS verursachten Beeinträchtigungen unterstützt. In regelmäßigen Gesprächen wird gemeinsam ausführlich erörtert, wie die Eltern ihr Kind positiv-konstruktiv unterstützen und fördern können. Beispielsweise können betroffene Eltern individuell zur positiven Hausaufgaben- und Lernbetreuung angeleitet werden. Bei Bedarf werden persönliche Elternberatung, individuelles Elternerziehungstraining und/oder ADHS-Eltern-Coaching angeboten.

8. Coaching für Erwachsene mit Aufmerksamkeitsstörungen / ADHS

Wenn Ihre Aufmerksamkeit, emotionale und kognitive Verhaltensregulation oder einfach ein Organisations-Chaos Ihre Familie belasten, bieten wir Ihnen: Lerntherapie-Coaching für Erwachsene mit Aufmerksamkeitsstörungen / ADHS.

Wenn das Lernen und/oder der Lernerfolg, wenn die Aufmerksamkeit oder das Lesen, Schreiben oder Rechnen Ihre persönliche oder berufliche Entwicklung behindert, hilft Ihnen unser Lerntherapie-Coaching für Erwachsene. Unser langjähriger Partner, VIP.KOM® Kompetenztraining, diagnostiziert und fördert Erwachsene mit einer Lern- und Leistungsstörung | Minderleistung, Aufmerksamkeitsstörung | ADHS oder einer Teilleistungsstörung, wie Lese- und Rechtschreibstörung oder Rechenstörung.

Gezielte und wissenschaftlich fundierte Diagnostik ermöglicht, Aufmerksamkeitsstörungen / ADHS und deren Ursachen konkret zu erkennen. Gemeinsam mit Ihnen erarbeitet Ihr Coach realistische Ziele und plant geeignete Interventionen, Förder- und Trainingsmaßnahmen; beispielsweise: Partnerschaftliche Kommunikation, Elternerziehungstraining, Selbst- und Familienmanagement, Familien- und Karrierecoaching.

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