Therapieablauf

Vom Erstgespräch bis zur Nachsorge …
Unser Qualitatsmanagement im Therapieprozess

LTE: Verpflichtet zur Exzellenz. Um höchste Qualität zu gewährleisten, arbeiten wir evidenzbasiert, gemäß den wissenschaftlichen Diagnostik- und Therapiestandards.

Beratung und Diagnostik

Phase 1 bis Phase 3

Therapie und Abschluss

Phase 4 bis Phase 7

Phase 1

Erstgespräch | Beratung

Im Erstgespräch werden gemeinsam der Anlass der Vorstellung des Kindes / Jugendlichen und der Arbeitsauftrag für die Diagnostik und Lerntherapie besprochen.

Phase 2

Diagnostik

Mit fundierter psychologisch-lerntherapeutischer Basis- und Differentialdiagnostik wird das Lern- und Leistungsprofil des Kindes oder Jugendlichen festgestellt.

Mit Zustimmung der Eltern nehmen wir Kontakt auf zu den Lehrer/innen (Schule), Ärzten oder Therapeuten.

Phase 3

Therapieauftrag

Im Diagnostik-Auswertungsgespräch mit den Eltern werden ausführlich das Lern- und Leistungsprofil des Kindes / Jugendlichen und dessen Wirkungsgefüge besprochen.

Gemeinsam wird geklärt, was zu tun ist: der Arbeitsauftrag und Therapieprozess.

Phase 4

Förderplan

Vor Beginn der Lerntherapie wird der individuelle Förderplan erstellt. 

Der Förderplan wird regelmäßig nach den vierteljährlichen Therapie-Verlaufskontrollen der Entwicklung des Kindes / Jugendlichen angepasst und in Jahres-
Quartalsgesprächen mit den Eltern erörtert.

Phase 5

Lerntherapie | Elterngespräche

Psychologisch-Integrative Lerntherapie wird grundsätzlich in den Schulwochen als Einzeltherapie (i.d.R. 60 Minuten) durchgeführt.

Im ersten Therapiequartal finden 3-4 Elterntermine (Beratung) statt. Anschließend begleiten Eltern-Kurzgespräche, wie Eltern ihr Kind wirksam unterstützen können, die schulwöchentliche Lerntherapie.

Phase 6

Therapie-Erfolgskontrolle

Im 6-Wochen-Rhythmus unter liegt jede Therapiedurchführung der internen Qualitätskontrolle. 

Vierteljährlich wird die Therapie evaluiert: Die Entwicklung wird mit psychometrischen Testverfahren festgestellt. Darüber hinaus sichert Supervision den Therapieerfolg.

 Therapieverlauf, Therapieerfolg und die adaptive Förderplanung werden in den Quartalsgesprächen mit den Eltern erörtert.

Phase 7

Therapieabschluss | Nachsorge

Unsere Unterstützung, Beratung, Coaching und Lerntherapie enden in Abstimmung mit den Eltern.

Nach der Abschlussdiagnostik wird mit den Eltern detailliert die Entwicklung ihres Kindes, die Prognose und individuelle Erfolgssicherung (Nachsorge) besprochen.

Weitere Informationen ...

1. Einführung: LTE-Tätigkeitsbereich

Seit 15 Jahren (2003): Der Tätigkeitsbereich unserer Pädagogisch-Integrativen und Psychologisch-Integrativen Lerntherapie ist im Kern die evidenzbasierte lerntherapeutische Förderung bei Entwicklungsverzögerungen, Teilleistungsstörungen (Lese- und Rechtschreibstörungen und Rechenstörungen), Kognitiven und Emotional-Motivationalen Lern- und Leistungsschwierigkeiten / Lern- und Leistungsstörungen, Underachievement (Minderleistung) sowie zum Beispiel bei Lernschwierigkeiten /-störungen bei Aufmerksamkeitsstörungen / ADHS.

Unsere Fachdiagnostik und mutimodale lerntherapeutische Tätigkeit orientieren sich grundsätzlich an den Definitionen der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hier: ICD-10 F81 (Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten).

2. Fachliche Zusammenarbeit | Befunde & Fachgutachten

Die LTE arbeitet seit 2003 an der Schnittstelle zwischen der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Schule (Schulpsychologie): Wir arbeiten fachlich vertrauensvoll mit Lehrer/innen und Schulpsychologen, Kinderärzten, Kinder- und Jugendpsychiatern und Kinder- und Jugendpsychotherapeuten zusammen und kooperieren als anerkannte Facheinrichtung der Kinder- und Jugendhilfe (§ 35 a SGB VIII) mit Beratungsstellen und Jugendämtern.

Unsere pädagogisch-psychogische Fachdiagnostik, Befunde und Fachgutachten sind i. d. R. anerkannt, beispielsweise als Grundlage für die Gewährung des sogenannten Nachteils-Ausgleichs für "Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und Behinderungen".

3. Qualitätssicherung: Diagnostik nach ICD-10

Grundvoraussetzung für jede qualifizierte Beratung und erfolgreiche lerntherapeutische Förderung ist die umfassende und aussagekräftige Fachdiagnostik des Leistungs- und Störungsprofils des Kindes / Jugendlichen mit der Erfassung seiner Begabungsfaktoren, Persönlichkeitsmerkmale und Umweltmerkmale, insbesondere auch seiner Lernstruktur.

Die Diagnostik-Kompetenz-Zentren der LTE verfügen über mehr als 150 anerkannte wissenschaftliche Anamnese-, Fragebogen und psychometrische Testverfahren. Dies befähigt uns zur vollständigen Basis- und Differenzialdiagnostik, so z. B. zur Feststellung von Defiziten kognitiver und emotional-motivationaler Lernvoraussetzungen; Entwicklungsverzögerungen, Teilleistungsstörungen (Lese- und Rechtschreibstörungen, Rechenstörungen), kognitiven und emotional-motivationalen Lern- und Leistungssschwierigkeiten /-störungen (bespielsweise: Hochbegabung & Underachievement / Minderleistung).

4. Qualitätssicherung: Lerntherapeut/in-Qualifizierung

Um höchste diagnostische und lerntherapeutische Qualität zu gewährleisten, sind alle unsere Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten fest und sozialversicherungspflichtig angestellt; sie verfügen in der Regel über einen psychologisch-pädagogischen Hochschulabschluss und befinden sich kontinuierlich in fachlicher Weiterentwicklung und persönlicher Fall-Supervision. Während ihrer lerntherapeutischen Tätigkeit für die LTE nehmen sie auch regelmäßig an externen Supervisionen teil, die besonders der Entwicklung der individuellen Therapeutenpersönlichkeit dienen.

Die LTE ermöglicht ihren Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten seit 2009 die dreijährige Weiterbildung zur/zum zertifizierten "Integrativen Lerntherapeutin FiL / Integrativen Lerntherapeut FiL" an der LTE Akademie für Integrative Lerntherapie, seit 2014 das Psychologie-Master-Studium "Psychologie kindlicher Lern- und Entwicklungsauffälligkeiten (M. Sc.)" und/oder eine verhaltenstherapeutische Weiterbildung.

Die Weiterbildung der LTE Akademie für Integrative Lerntherapie wurde 2012 vom Land Baden-Württemberg (Regierungspräsidium Stuttgart) anerkannt sowie 2013 vom Fachverband für integrative Lerntherapie e.V. (FiL) zertifiziert und mit dem höchsten FiL-Zertifikat-WBOPLUS ausgezeichnet.

5. Qualitätssicherung: Therapie-Qualitäts-Standards

Die LTE setzt Qualitäts-Standards für die lerntherapeutische Diagnostik und Praxis und arbeitet stets nach den Grundsätzen des Fachverbandes für integrative Lerntherapie e.V. (FiL), den Empfehlungen des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (BVL), den Klinisch-Diagnostischen Leitlinien der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen der Weltgesundheitsorganisation (ICD-10), den Leitlinen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Und wir orientieren uns an den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

Wissenschaftliche Methodik-Didaktik | Evaluierte Förder- und Therapieprogramme: Die therapeutische Methodik-Didaktik unserer psychologisch-integrativen Lerntherapie wird kontinuierlich wissenschaftlich weiterentwickelt. Ein Qualitäts-Standard der LTE ist, Therapiekonzeptionen evidenzbasiert und ausschließlich auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen und positiv evaluierten Förder- und Therapieprogrammen aufzubauen.

6. Qualitätssicherung: Sicherung lerntherapeutischer Prozesse

Die LTE ist seit 2012 in ihrem Qualitätsmanagement gemäß den Prüf-Kriterien des Fachverbandes für integrative Lerntherapie e.V. (FiL) in allen Kriterien positiv evaluiert: "Qualitätssicherungsprozess unter Verwendung des Q-Checks für lerntherapeutische Praxen". Der Q-Check, in Zusammenarbeit des Fachverbandes für integrative Lerntherapie e.V. (FiL) und der Paritätischen Gemeinschaft für Qualität und Management (PQ) entwickelt, berücksichtigt relevante Anforderungen aus der DIN EN ISO 9001 und dem EFQM-Modell.

 

Der Lerntherapeutische Prozess:

1. Erstkontakt | Erstgespräch

Im Erstkontakt (Erstgespräch: Erstberatung) wird festgestellt, ob Ihr Kind unserer lerntherapeutischen Unterstützung bedarf. Dieser Erstkontakt findet i.d.R. als Elternberatung mit Exploration zu den Lernschwieirgkeiten des Kindes / Jugendlichen statt. Es soll festgestellt werden, ob der Verdacht auf besondere Lernschwierigkeiten und/oder eine Telleistungsstörung (Lese- und Rechtschreibstörung, Rechenstörung), kognitive und/oder emotional-motivationale Lern- und Leistungsstörung oder Lernstörung bei Aufmerksamkeitsstörung / ADHS begründet ist.

2. Diagnostik-Phase | Psychoedukation

Mit der Anmeldung zur Diagnostik (und/oder Lerntherapie) beginnt die Diagnostik-Phase. In dieser wird durch fundierte wissenschaftliche Basis- und Differentialdiagnostik das Lern- und Leistungsprofil des Kindes / Jugendlichen festgestellt, die Ursachen und Wirkungseinflüsse werden offen gelegt. Auf Wunsch der Eltern wird Kontakt zu Lehrer/innen, Ärzten, Therapeuten oder besonderen Fachstellen aufgenommen. Im Diagnostik-Auswertungsgespräch werden das Leistungs- und Störungsprofil des Kindes / Jugendlichen und dessen Wirkungsgefüge mit den Eltern ausführlich und nachvollziehbar besprochen (Psychoedukation). Gemeinsam wird geklärt, was zu tun ist: Es erfolgt eine konkrete Vereinbarung über den Arbeitsauftrag.

3. Befund & Fachgutachten | Fachstellenkontakte | Therapie-Förderplan

Auf Wunsch der Eltern wird ein Befund oder Fachgutachten über die kognitive und/oder emotional-motivationale Lern- und Leistungsstörung oder Teilleistungsstörung (Rechtschreibstörung, Rechenstörung) für die Schule erstellt, z. B. als Grundlage für die Gewährung des Nachteils-Ausgleichs für "Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und Behinderungen". Auf Wunsch der Eltern kann der Kontakt zu Schule und/oder Fachstellen intensiviert werden. Mit Beginn der vereinbarten Lerntherapie wird ein detaillierter Förderplan erstellt, der grundsätzlich die Eltern einbezieht.

4. Lerntherapie | Elterninformationen

Professionelle Lerntherapie wird als Einzeltherapie durchgeführt und in Kurz-Elterngesprächen, die die Lerntherapie begleiten, erörtert die Lerntherapeutin / der Lerntherapeut anschaulich, "was" Eltern "wie" als Co-Therapeuten tun können und geht auf die Fragen der Eltern ein. Zudem wird in den vierteljährlichen Elterngesprächen und/oder an Elternabenden mit den Eltern die besondere Problematik der spezifischen Störung ihres Kindes intensiv erörtert.

5. Qualitätssicherung durch Fallbesprechungen | Supervisionen

Im 6-Wochen-Rhythmus unterliegt jede Therapiedurchführung einer internen Qualitätskontrolle durch intensive Fallbesprechung. Zudem können schwierige Therapien vierteljährlich in externer Gruppen-Supervision anonymisiert reflektiert werden.

6. Qualitätssicherung durch Therapieverlaufskontrolle | Eltern-Quartalsgespräche

Zur Qualitäts- und Erfolgssicherung enthält der therapeutische Prozess vierteljährliche Therapieverlaufskontrollen (Testungen). Deren quantitative und qualitative Auswertung sichert die optimale Anpassung der Förderplanung und therapeutischen Arbeit an die Entwicklung und Bedürfnisse des Kindes / Jugendlichen. Die Verlaufstestungen und angepasste Förderplanung werden stets ausführlich gemeinsam mit den Eltern in den Quartalsgesprächen erörtert.

7. Abschluss-Phase | Nachsorge

Die Pädagogisch-Integrative & Psychologisch-Integrative Lerntherapie endet mit einer Abschlussdiagnostik und dem ausführlichen Abschlussgespräch, in dem den Eltern nachvollziehbar die Entwicklung des Kindes / Jugendlichen, die Prognose und die individuelle Nachsorge dargestellt werden.

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