Lernstörungen
(Zu folgenden Ausführungen siehe: Lauth, G.; Grünke M.; Brunsteien, J. (Hrsg.): Interventionen bei Lernstörungen. Förderung, Training und Therapie in der Praxis. Göttingen: 2004; S. 13 ff.)
„Lernstörungen“ bezeichnen Minderleistungen (englisch: underachievement) beim absichtsvollen Lernen. Sie äußern sich darin, dass das gewünschte Können, Wissen und Verhalten (z. B. Lesen, Schreiben, Rechnen, Mitarbeit) nicht in ausreichender Qualität, nicht mit ausreichender Sicherheit sowie nicht in der dafür vorgesehenen Zeit erworben wird. Die erwarteten Leistungsergebnisse werden trotz kognitiven Leistungsvermögens und angemessener Lernangebote nicht erreicht. Den betroffenen Schülern werden mehr oder minder umfangreiche Störungen des Lernens zugeschrieben.
Die Leistungswerte, die Underachiever in standardisierten Schulleistungstests erreichen, liegen signifikant unterhalb des nach ihrer Intelligenz zu erwartenden Leistungsniveaus. Sind die schulischen Leistungen unterdurchschnittlich (Prozentrang < 15), die Intelligenz hingegen mindestens durchschnittlich, so kann "Underachievement" als umschriebene Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten (siehe: ICD-10 F81) diagnostiziert werden.
Der Minderleister (engl.: Underachiever) erbringt Minderleistungen im Vergleich zu dem, was aufgrund seines kognitiven Leistungsvermögens zu erwarten wäre. Er kann seine intellektuellen Fähigkeiten nicht in angemessener Weise in schulische Leistungen umsetzen, dies beispielsweise aufgrund mangelnder Motivation, hoher Leistungsangst oder defizitären Lernstrategien. Dies kann sich bis ins Erwachsenenalter fortsetzen und in beruflichen Minderleistungen oder sozialen Anpassungsschwierigkeiten Ausdruck finden.
Lernstörungen können inhaltlich begrenzt oder allgemein, vorübergehend oder überdauernd sein:
Inhaltlich begrenzte Lernstörungen sind: Lesestörung und Rechtschreibstörung / Störung des schriftlichen Ausdrucks sowie Rechenstörung. Allgemeine Lernstörungen sind zum Beispiel: Schulversagen, nonverbale Lernstörung, Lernbehinderung. Bei allgemeinen Lernstörungen ist das Lernen in den meisten schulischen Bereichen beeinträchtigt.
Vorübergehende Lernstörungen
Vorübergehende Lernstörungen beziehen sich auf Leistungseinbußen, die als eine kritische Reaktion (wie Lern- und Schulunlust) auf heikle Ereignisse oder z. B. situative Umbrüche im Leben des Schülers auftreten. Vorübergehend Lernstörungen sind zum Beispiel Lernrückstände in Einzelfächern oder allgemeine Lernschwierigkeiten. Bei diesen Lernstörungen helfen:
Überdauernde Lernstörungen:
Störungen der Lernvoraussetzungen bewirken überdauernde Lernstörungen.
Und: Überdauernde Lernstörungen verharren und verschlimmern sich zumeist über die Zeit (siehe beispielsweise: Schulversagen, Nonverbale Lernstörung). Sie wirken stets negativ auf das Selbstbild und Sozialverhalten.
Überdauernde Lernstörungen vom Subtyp:
Störungen der Lernvoraussetzungen
Mit Lernvoraussetzungen sind elementare Funktionen (Basisfunktionen) und Fähigkeiten gemeint, die ein möglichst störungsfreies Lernen ermöglichen.
Zu diesen grundlegenden Gehirnfunktionen zählen Aufmerksamkeit, Gedächtnis und exekutive Funktionen. Zu diesen Basisfunktionen gehören auch die elementaren Fähigkeiten der auditiven und visuellen Wahrnehmung, Kognition (Denken), Sprache und Emotionalität. Zudem sind Basiskompetenzen die Lernvoraussetzungen für den Erwerb bestimmter Kulturtechniken wie beispielsweise die Phonologische Bewusstheit für das Erlernen des Lesen und Schreibens oder visuelle Fähigkeiten (hier: visuell-räumliche Wahrnehmung) für die Zahlenbegriffsentwicklung.
Störungen der Lernvoraussetzungen bewirken überdauernde Lernstörungen (vgl.: Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fähigkeiten, ICD-10 F81). So können Lesen, Schreiben oder Rechnen nicht sicher in der vorgesehenen Zeit in ausreichender Qualität erworben werden. Die erwarteten Leistungsergebnisse werden trotz angemessener Lernangebote nicht erreicht.
Überdauernde Lernstörungen vom Subtyp:
Nonverbale Lernstörung
Eine aus lerntherapeutischer Perzeption besondere Form einer überdauernden Lernstörung ist die Nonverbale Lernstörung (vgl.: Asperger-Autismus, sehr viele Asperger-Autisten haben eine nonverbale Lernstörung): Bei der nonverbalen Lernstörung besteht in der Regel eine dissoziierte Intelligenz (ICD-10 F74) mit signifikanter Schwäche in der nonverbalen Intelligenz sowie eine Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten (vgl.: ICD-10 F81).
Als Entstehungsursache werden neurologische Störungen angenommen. Die LTE kann eine nonverbale Lernstörung diagnostizieren und lerntherapeutisch therapieren. Es werden die Ursachen und Symptome behandelt, beispielsweise die Fähigkeiten der visuellen Wahrnehmung und bei Autismus die Sozialkompetenz.
Überdauernde Lernstörungen vom Subtyp:
Underachiever / Minderleister
Die Ursachen für eine Minderleistung sind nicht eindeutig zu bestimmen. Sie liegen vermutlich gleichzeitig auf schulischer Seite (z. B.: schlechter Unterricht), Seite der Familie (z. B.: Desinteresse am schulischen Fortkommen des Kindes, problematischer Erziehungsstil, überhöhte Leistungserwartung und Leistungsdruck) wie auch auf der Seite des Schülers (hier: Lernverhalten / Lernaktivität oder Lernstrategie, aber auch Persönlichkeitsmerkmale wie manifeste Ängste, Anstrengungsvermeidung oder exekutive Störungen).
Von der Motivationsstruktur her sind Minderleister häufig unterdurchschnittlich leistungsmotiviert. Sie sind aber überdurchschnittlich auf lerntherapeutische Unterstützung angewiesen. Mitverantwortlich für eine niedrige Motivation kann ein negatives Selbstkonzept sein. Und dies kann durch eine kritische Haltung oder negatives Selbstkonzept der Eltern hervorgerufen sein.
Eine Ursache für die Minderleistung kann in einem unrealistischen, übersteigerten Leistungsanspruch liegen, dies besonders, wenn gleichzeitig gravierende Lernrückstände (Lücken im Schulstoff) bestehen. Denn das faktische Leistungs-vermögen hängt wesentlich von der Fähigkeit ab, die Unsicherheit beim Arbeiten und die Unzufriedenheit über die Unvollkommenheit einer abgeschlossenen Arbeit zu ertragen. So tun sich die sogenannten Minderleister schwer damit, zwischen ihrer hohen Leistungserwartung und ihren realen Leistungskompetenzen positiv zu vermitteln, und infolge entwickeln sie häufig Vermeidungsstrategien (vgl.: Anstrengungsbereitschaft, Lern- / Arbeitsvermeidung).
Zu einer Minderleistung führt bei Kindern oftmals ADS/ADHS (vgl.: ICD-10 F90), insbesondere wenn neben der Aufmerksamkeit die exekutiven Funktionen (hier: Selbstregulation / Selbststeuerung) betroffen sind. Bei Jugendlichen führt eine Störung des Sozialverhaltens (vgl.: ICD-10 F91) häufig zu Lernstörungen / Minderleistungen.
Das Hauptziel der Fachdiagnose und qualifizierten Elternberatung ist, eine Lernstörung frühzeitig zu erkennen. Bestenfalls sollte eine präventive Diagnostik bereits vor der Einschulung erfolgen, um Ihr Kind rechtzeitig in seiner spezifischen individuellen Entwicklung unterstützen zu können. Denn Lernstörungen wachsen sich nicht aus, lösen sich also nicht mit der Zeit auf. Daher ist eine rechtzeitige und professionelle lerntherapeutische Förderung grundlegend für die positive Entwicklung des Kindes.
Erfolgreiche und weniger erfolgreiche Schüler unterscheiden sich in ihren Lernvoraussetzungen, Lernverhalten / Lernaktivität, Lerntechniken sowie Lern- und Leistungsmotivation. Eine gezielte Diagnostik ermöglicht, bestehende Lernschwächen / Lernstörungen und deren Ursachen zu erkennen.
Nur mit einer fundierten Basis- und Differenzialdiagnose kann eine Therapie wirksam und effizient an den Ursachen ansetzen. Neben der Abweichung der Schulleistung von der realistischen Leistungserwartung bestehen beim Underachiever besonders Defizite im eigenaktiven und planvollen Lernen. Daher werden gemäß den diagnostischen Kriterien (vgl.: ICD-10 F81) zur Identifikation von Schülern mit Lernstörungen wissenschaftlich diagnostiziert:
Das Begabungs- / Intelligenz- und Leistungsprofil des Kindes / Jugendlichen, die individuellen Stärken und Schwächen in verschiedenen spezifischen Fähigkeiten- und Leistungsaspekten sowie aktuelle Lernrückstände (Lücken in den schulischen Fertigkeiten); das Selbstkonzept der Schulfähigkeiten; Lern- und Leistungsziele / Selbstwirksamkeitserwartungen, Lernmotivation und Lernverhalten; Lern- und Arbeitstechniken / Lernstrategien; Exekutive Funktionen, Prüfungsängste, Stress-bewältigung und Emotionalität.
Überprüft werden bei begründetem Verdacht auf eine Lernstörung stets auch die Lern- und Leistungsvoraussetzungen (siehe: Störungssubtyp: Lernvoraussetzungen); hier: Kognition (Denken), Aufmerksamkeit und Konzentration, Gedächtnis (hierbei: auditiver und visueller Arbeitsspeicher, Arbeits- und Langzeitgedächtnis, auditive und visuelle Wahrnehmung und auditive und visuelle Lern- und Merkfähigkeit), exekutive Funktionen (hier: Selbststeuerung, wie z. B.: Zielsetzung, Planungsfähigkeit, Monitoring).
Der Schüler und seine Bezugspersonen werden über das Begabungs- und Störungsprofil und seine Auswirkungen umfassend aufgeklärt. Auf Wunsch der Eltern wird ein Bericht / Gutachten gemäß den Richtlinien der ICD-10 erstellt und für die Schule ein persönliches Schreiben zum „Nachteilsausgleich“ (Allgemeine Ziele und Grundsätze der Verwaltungsvorschrift „Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf“, 2008).
Die Ergebnisse der Fachdiagnostik einschließlich der qualitativen Diagnose (hier: Profil der Lernstörung und deren Ursachen) gestalten den individuellen Förderplan des Schülers. Geklärt wird im Elterngespräch außerdem, wie die Bezugspersonen den Schüler konstruktiv unterstützen und fördern können.
Da von einer Stabilisierung des Underachievement-Syndroms ab einem Alter zwischen 10 und 12 Jahren ausgegangen wird, sollten Interventionen möglichst früh einsetzen um einer Chronifizierung entgegenzuwirken. Und die Zusammenarbeit mit den Eltern und der Schule ist für die erfolgreiche Intervention relevant, zum einen um abträgliche, negative Interaktionsmuster zu reduzieren, zum anderen um förderliche Interaktionsmuster aufzubauen.
Aufgrund der fundierten Eingangsdiagnostik kann sich die integrative Lerntherapie konkret am Störungsprofil (als Ausgangslage), den Stärken und Schwächen des Schülers orientieren. Sie beginnt grundsätzlich als Einzeltherapie auf der Stufe, auf der Schüler erfolgreich sein kann. So erlebt er Erfolgserlebnisse, Selbstwirksamkeit und motivierende Freude. Dies entwickelt sein Selbstkonzept und Selbstwertgefühl positiv und entlastet die Familie.
Die LTE fördert den Schüler nachhaltig bei seiner Entwicklung der eigenen Lernvoraussetzungen und Lernkompetenzen und entwickelt beim Kind / Jugendlichen ein positives zielorientiertes Lernverhalten. Der therapeutische Lerncoach hilft, positive Lernzustände und Ressourcen für eine förderliche Lerneinstellung herzustellen, Lernblockaden und Ängste zu lösen. Intensive Elternberatung kann das Lerncoaching begleiten und den Erfolg sichern.
Behandlung von Störungen der Lernvoraussetzungen: Förderung der kognitiven Begabung / Fähigkeiten (Denken); Einsatz neuropsychologischer Trainingsprogramme für Schüler mit Aufmerksamkeits- und / oder Gedächtnisstörungen oder Störungen exekutiver Funktionen; Training der kognitiven und visuellen Informationsverarbeitungsgeschwindigkeiten; Übungsbehandlung von Basisfunktionen und Fähigkeiten wie auditive und visuelle Wahrnehmung; Unterstützung des Schülers in der psychischen und familiären Bewältigung der Beeinträchtigungen durch die spezifischen Lernstörungen.
Eingesetzt werden Lernprogramme und (neuropsychologische) Trainingsprogramme mit wissenschaftlich gesicherten Effektivitätsstudien. – Und unsere Nachhilfe mit lerntherapeutischer Kompetenz unterstützt den Schüler in der Aufarbeitung seiner spezifischen Lernrückstände (Stofflücken; vgl.: Umschriebene Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, ICD-10 F81).
Diagnostik, Verlaufskontrollen und regelmäßige Elterngespräche:
Qualität und Erfolg der Lerntherapie werden durch vierteljährliche Verlaufs- / Kontrolltestungen und die Abschlussdiagnose gesichert. Grundsätzlich werden die Eingangsdiagnose und Kontrolltestungen ausführlich und nachvollziehbar mit dem Kind / Jugendlichen und seinen Eltern besprochen. Die Eltern werden für die Therapiefortschritte ihres Kindes und die entsprechende konstruktive familiäre Unterstützung sensibilisiert. Ziel der Lerntherapie ist eine positive Lernstruktur: Der Schüler überwindet positiv seine spezifischen Lernstörungen, Schwierigkeiten und Lernrückstände und erreicht den seiner Neigung und Begabung / Intelligenz entsprechenden Schulabschluss.
Nach der Integrations- und Diagnosephase beginnt die vereinbarte Lerntherapie gemäß der individuellen Förderplanung. Diese wird ausgehend vom Leistungs- und Störungsprofil als Grundlage der systematischen Therapie entwickelt. Ziel der therapeutischen Intervention ist, die Qualität und Quantität von Lernhandlungen zu erhöhen. Und der Maßstab für eine erfolgreiche Intervention ist die Verbesserung der schulischen Leistung und die Angleichung der dafür relevanten Fertigkeiten des Schülers an sein Potential / Intelligenzniveau. – Die Ziele der lerntherapeutischen Intervention konzentrieren sich auf vier Bereiche (Interventionsebenen):
Erste Interventionsebene:
Störungen der Lernvoraussetzungen, Neuropsychologisches Training
Die LTE nützt zur lerntherapeutischen Übung auch spezifische und wissenschaftlich evaluierte neuropsychologische Trainingsprogramme. Ziel des Trainings der Lern- und Leistungsvoraussetzungen ist die effektive Behandlung der grundlegendsten Beeinträchtigung. Denn häufig bleiben nach der Behandlung der Grundstörung die Folgeprobleme aus.
Behandlung von Störungen der Lernvoraussetzungen:
Insbesondere werden Aufmerksamkeit, Gedächtnis und die exekutiven Funktionen entwickelt (vgl.: Lernstörungen bei ADS / ADHS), zudem häufig die kognitiven und visuellen Informationsverarbeitungsgeschwindigkeiten sowie die elementaren Fähigkeiten der auditiven und visuellen Wahrnehmung wie auch z. B. die phonologische Bewusstheit. Außerdem können die Kognition (Denken), Sprache und Emotionalität gefördert werden. Begleitend wird der Schüler in metakognitiver Aktivität wie die Selbstkontrolle des Lernverhaltens trainiert, und es werden leistungsförderliche Ursachenerklärungen aktiviert.
Zweite Interventionsebene:
Störungen der Lernstrategie (Lernmethodik / Lerntechniken),
Lernfähigkeitstherapie
Solange Defizite im Bereich der Lernstrategien bestehen, erweist sich eine bloße Veränderung des Lernverhaltens oftmals als wenig effektiv. Daher werden zunächst Lernstrategien (in vier Schritten) und gehirngerechte Lerntechniken in der Lernfähigkeitstherapie individuell vermittelt, die der Schüler gemäß seiner Diagnostik unzureichend beherrscht: Kognitive Strategien, Metakognitive Strategien und Motivationale Strategien.
Ein weiteres Ziel dieser Vermittlung ist dann auch, sein Selbstmanagement (hier auch: Lern- und Arbeitsorganisation) und sein selbstreguliertes Lernen (vgl.: metakognitive Strategien) intensiv zu fördern, so beispielsweise: Realistische Lernziele setzen und die passende strategische Lernplanung, die konsequente Strategieanwendung, die effektive Strategieüberwachung (hier: Monitoring beim Lernen) und optimierende Anpassung der Lernstrategie.
Die intensive Ausbildung der exekutiven Kontrolle (mit Selbstinstruktionstraining, vgl.: motivationale Strategien / Lernverhalten) begleitet diese Interventionsebene. Zudem sind intensive Übungen zum Transfer (am realen Schulstoff; vgl.: Vierte Interventionsebene) und Aufgaben zur Sicherung der individuellen Lernstrategien sowie zur Entwicklung richtiger Lern- und Arbeitsorganisation wichtige Bestandteile dieser therapeutischen Intervention.
Eine konkrete Anleitung der betroffenen Eltern zur positiven Hausaufgaben- und Lernbetreuung ergänzt diese therapeutische Intervention. Diese Anleitung kann bei Bedarf in einem Elternerziehungstraining vertieft werden.
Dritte Interventionsebene:
Störungen des Lernverhaltens / Lernaktivität,
Lernfähigkeitstherapie I / Verhaltenstraining
Ziel dieser Interventionsebene ist die Steigerung positiver Lern- und Leistungsmotivation als Voraussetzung effizienten Lern- und Arbeitsverhaltens.
Effizientes Lern- und Arbeitsverhalten wird lerntherapeutisch gefördert und umfasst das selbstregulierte Lernen mit positivem Lerninteresse und der Formulierung eigener Lernziele, eine realistische Selbsteinschätzung und Zielsetzung, die aktive Unterrichtsbeteiligung und den Abbau von Störverhalten; die sicher geplante und effektiv genutzte Lern- und Übungszeit; die aktive Selbstbeobachtung, Selbstkontrolle und positive Selbstverstärkung.
Zudem sind leistungsförderliche Ursachenerklärungen für Erfolg / Misserfolg aufzuzeigen, und die Selbsteinschätzung (Selbstkonzept der Schulfähigkeit) und Lern- Selbstwirksamkeit (vgl.: Attribution) des Schülers sind realistisch zu ergründen. Das Begabungspotential, das Leistungsniveau und die Lernrückstände sind zu erkennen, um realistische Leistungsansprüche zu entfalten und passende Lernziele sicher setzen zu können. – Einem übersteigerten Leistungsanspruch ist entgegen zu wirken; besonders wenn gravierende Lernrückstände bestehen. Denn die eigene Leistungserwartung muss zu den realen Leistungskompetenzen passen, so können störende Lern-Vermeidungsstrategien aufgegeben werden.
Bei vorliegenden Lernstörungen wird zudem spezifisches, individuelles Verhaltenstraining mit Entspannungstraining und Stresspräventionstraining angeboten: Zum einen zur Förderung der emotionalen Kompetenz und Selbstsicherheit, um manifeste Ängste und Prüfungsängste abzubauen, zum anderen zur Förderung der sozialen Kompetenz (vgl.: Lernstörungen bei Jugendlichen durch Störung des Sozialverhaltens).
Vierte Interventionsebene:
Lernrückstände und Teilleistungsstörungen (LRS, RS)
Nachhilfe mit lerntherapeutischer Kompetenz, Integrative
Lerntherapie
Lernrückstände sind durch intensives Nachlernen (Nachhilfe mit lerntherapeutischer Kompetenz / Ferienkurse) aufzuholen. Diese Intervention hat das Ziel, verpasste Stoffinhalte zu beheben, die den Schüler in seiner schulischen Entwicklung und Leistungsentfaltung stören.
Und in dieser Interventionsebene dient die integrative Lerntherapie der LTE für betroffene Schüler mit Lernstörungen dazu, bestehende Teilleistungsstörungen wie Lese- und Rechtschreibstörungen oder Rechenstörungen erfolgreich zu therapieren.

Kontakt
LTE:
Lern-Therapeutische Einrichtung® |
www.lte-lerntherapie.de |
Standort Gerlingen Kirchstraße 3 (Brunnenmarkt) | 70839 Gerlingen Telefon: 07156 / 30 70 656 oder
0711 / 806 66 82 |
Telefon: 0711 / 806 66 82 |
Telefon: 0711 / 806 66 82 |
Standort Pforzheim Telefon: 0711 / 806 66 82 |
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