Aufmerksamkeitsschwäche AD(H)S
„Aufmerksamkeitsschwäche“ bezeichnet besondere Schwierigkeiten der Aufmerksamkeit, die jedoch nicht so schwerwiegend sind wie bei einer „Aufmerksamkeitsstörung“. Zu unterscheiden sind die gehirnphysiologische Aufmerksamkeitsschwäche / Aufmerksamkeitsstörung und ADS / ADHS. AD(H)S wird in der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) unter „Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend“ (F9) subsumiert.
Gebräuchlich sind die Abkürzungen „ADHS“ (Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung) für eine Aufmerksamkeitsstörung mit Hyperaktivität und Impulsivität und „ADS“ (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) bei dominierender Unaufmerksamkeit mit allenfalls geringfügigem impulsivem Verhalten.
In der „Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-diagnostische Leitlinien / Diagnostische Kriterien für Forschung und Praxis)“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden die Merkmale und diagnostischen Leitlinien einer Aufmerksamkeitsstörung (F90.0: Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung; F.90.1: Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens; F90.9: Nicht näher bezeichnete hyperkinetische Störung) präzise definiert.
Ein Kriterium einer Aufmerksamkeitsschwäche / Aufmerksamkeitsstörung ist die Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit. Die Defizite in der Aufmerksamkeit sind zu diagnostizieren, wenn sie im Verhältnis zum Entwicklungsalter und dem Begabungsniveau des Kindes unvereinbar und unangemessenen ausgeprägt sind. Der Beginn der Aufmerksamkeitsstörung (ADHS) liegt vor dem siebten Lebensjahr und die Kriterien sind in mehr als einer Situation (Familie, Schule, und z.B. Therapie oder Spiel) erfüllt.
Die Ursachen einer Aufmerksamkeitsschwäche / Aufmerksamkeitsstörung sind vielfältig und individuell verschieden. Es gibt keine eindeutige und allumfassende Erklärung für die Entstehung dieser Auffälligkeiten. Angenommen werden (bei ADHS) eine genetische Disposition, eine neurobiologische Stoffwechselstörung und Veränderung der Funktionsweise des Gehirns.
Bestimmte neuropsychologische Fähigkeiten, insbesondere die exekutiven Funktionen (Selbstregulation, hier auch: Reaktionshemmung, Arbeitsgedächtnis, Flexibilität, Sequenzierung von Verhalten und das Planen), sind eingeschränkt. Selbstregulation ist die Fähigkeit, das eigene Denken, Fühlen und Handeln zu beeinflussen und zu kontrollieren.
Die psychosozialen Wirkfaktoren, also die Bedingungen, unter denen die Kinder in der Familie, im Kindergarten und in der Schule aufwachsen, beeinflussen die Ausprägung und den Verlauf der (Verhaltens-) Auffälligkeiten erheblich. Aufgrund der ADHS-Symptomatik eines Kindes können Interaktionsstörungen mit Eltern, Geschwistern,, Lehrern und Freunden auftreten. Diese Interaktionsstörungen führen wiederum zu einer Verstärkung der ADHS-Symptomatik.
Hyperkinetische (ADHS-) Kinder reagieren auf die normalen Erziehungsmaßnahmen oft nicht wie andere Kinder. Die Eltern, Erzieher und die Lehrer/innen geraten deshalb häufig in schwierige Erziehungssituationen. So entsteht ein Teufelskreis aus Ermahnungen, Grenzsetzungen und Grenzüberschreitungen. Positive Erfahrungen treten immer mehr in den Hintergrund. Negative Rückmeldungen aus dem Lebensumfeld des Kindes verstärken die Problematik und führen zu Misserfolgen, Störung des Selbstwertgefühls, Ängsten und Verhaltensstörungen.
Anzeichen und Erscheinungsbild
Aufmerksamkeitsschwäche / Aufmerksamkeitsstörung
ADS / ADHS (Siehe: Weltgesundheitsorganisation; Internationale Klassifikation psychischer Störungen. ICD-10 Kapitel V (F). Diagnostische Kriterien für Forschung und Praxis. 3. Auflage. Huber: Bern 2004. F.90) ist eine komplexe Störung und gibt es in allen Altersstufen. Die Aufmerksamkeitsstörung ist beim einzelnen Betroffenen mit individuellen Merkmalen ausgeprägt. Die (drei) Verhaltenscharakteristika sind situationsunabhängig und zeitstabil.
Rund 50 % der betroffenen Erwachsenen zeigen weiterhin körperliche Hyperaktivität (Überaktivität) oder die äußere Unruhe wandelt sich zu einer innerlichen Unruhe. Die Aufmerksamkeitsstörungen (Unaufmerksamkeit) und exekutiven Störungen (siehe: Impulsivität) bleiben im Erwachsenenalter bestehen.
Unaufmerksamkeit:
Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren. Sie lassen sich leicht durch äußere Reize ablenken und sind gegenüber Details unaufmerksam. Daraus folgen beispielsweise Flüchtigkeitsfehler bei Hausaufgaben oder Klassenarbeiten. Diese Kinder sind nicht in der Lage, ihre Aufmerksamkeit bei Aufgaben und Spielen aufrechtzuerhalten und sie erfüllen ihre Hausaufgaben oder Pflichten nicht. Häufig hören sie scheinbar nicht, was man ihnen sagt. Erklärungen können nicht folgen. Sie sind im Verlauf der alltäglichen Aktivitäten oft vergesslich und beeinträchtigt in ihrer Organisation von Lernen, (Haus-) Aufgaben und Aktivitäten. Sie vermeiden ungeliebte Arbeiten wie das systematische Lernen auf Klassenarbeiten oder Hausaufgaben, die kognitives / geistiges Durchhaltevermögen erfordern. Und sie vergessen oder verlieren häufig Materialien, die für bestimmte Aufgaben oder Tätigkeiten wichtig sind, wie etwa Lern- und Unterrichtsmaterialien.
Überaktivität:
Die Betroffenen sind besonders in Situationen, die eigentlich Ruhe verlangen, besonders ruhelos. So sind sie motorisch unruhig, zappelnd und ausgeprägt redselig, lärmend. Oftmals verlassen sie ihren Platz im Klassenzimmer oder in anderen Situationen, in denen das (ruhige) Sitzen erwartet wird. Häufig laufen sie herum oder klettern exzessiv in Situationen, in denen dieses unpassend ist. Sie sind oftmals unnötig laut beim Spielen und / oder sie haben Schwierigkeiten, Freizeitbeschäftigungen ruhig nachzugehen. Im Jugendalter ist die körperliche Unruhe geringer, dann kann eine starke innere Unruhe und Anspannung vorherrschen.
Impulsivität:
Die Betroffenen platzen typischerweise oftmals mit der Antwort heraus, bevor die Frage beendet ist. Sie können häufig nicht in einer Reihe stehen oder abwarten, bis sie bei Spielen oder in Gruppensituationen an die Reihe kommen. Sie unterbrechen und stören andere vielfach, so mischen sie sich in ein Gespräch oder ein Spiel anderer unbekümmert ein. Immer wieder reden sie exzessiv, ohne angemessen auf soziale Regeln und Beschränkungen zu reagieren. – Diese Kinder und Jugendlichen neigen zu Unfällen und sie geraten aufgrund ihrer Unbekümmertheit immer wieder in gefährliche Situationen. Ihr soziales Verhalten wirkt distanzlos, häufig sind sie bei anderen Kindern unbeliebt. Vielfach ist ihr Selbstwertgefühl ist sehr niedrig. Sie leiden und ihre soziale und schulische Funktionsfähigkeit (vgl.: Lern- und Leistungsfähigkeit) ist erkennbar eingeschränkt. Oftmals sind diese Kinder und Jugendlichen in ihren kognitiven Leistungen und somit in ihrem Lernerfolg beeinträchtigt. Ihre motorische und / oder sprachliche Entwicklung kann spezifisch verzögert sein, grundsätzlich entwickeln sich charakteristische Lernstörungen.
Zu den weiteren Kennzeichnen der ADHS gehören Lernstörungen (siehe: Underachievement / Minderleistung sowie Teilleistungsstörungen wie Lese- und Recht-schreibstörung. Rechenstörung), Non-Compliance (Nicht-Befolgen von Anweisungen von Eltern und / oder Lehrern), Aggressionen und Schwierigkeiten im Umgang mit Peers (Gleichaltrigen).
Hauptziel der Diagnose und Elternberatung ist erstens, eine Schwäche der neuropsychologischen Basisfunktion „Aufmerksamkeit“ (vgl.: Gehirnphysiologisch: Aufmerksamkeitsschwäche / Aufmerksamkeitsstörung) und zweitens, eine Aufmerksamkeitsstörung (vgl. Verhaltensstörung: ADS / ADHS) frühzeitig zu erkennen. Dies am besten vor der Einschulung, um das Kind rechtzeitig in seiner persönlichen und schulischen Entwicklung zu unterstützen. Aufmerksamkeitsstörungen lösen sich nicht mit der Zeit auf; eine rechtzeitige Förderung ist entscheidend für die positive Entwicklung des Kindes.
Nur mit fundierter wissenschaftlicher Basis- und Differenzialdiagnose kann eine spezifische Therapie wirksam an den Ursachen ansetzen. Die Lern-Therapeutische Einrichtung diagnostiziert im Zusammenwirken mit spezialisierten Kinder- und Jugendpsychiatern und anderen Fachstellen nach den Diagnosekriterien des ICD-10:
(1)
Konkrete Anamnese mit Verhaltensbeobachtung und klinischen Fragebögen zur Fremd- und Selbstbeurteilung.
(2)
Psychometrische Basis- und Differenzialdiagnose: Psychometrische Testung der allgemeinen Begabung / Intelligenz und neuropsychologische Aufmerksamkeit, grundsätzlich aller Aufmerksamkeitskomponenten in den Aufmerksamkeitsdimensionen der Intensität und Selektivität und ergänzt durch Testungen der (selektiven) Konzentrationsfähigkeit.
(3)
Die Stärken und Schwächen des Kindes / Jugendlichen in den relevanten Fähigkeiten und (schulischen) Leistungsaspekten werden mit anerkannten Verfahren festgestellt.
(4)
Grundsätzlich werden zur Erstellung eines Profils auch Lernvoraussetzungen überprüft wie Gedächtnisfunktionen (Arbeitsspeicher / Arbeitsgedächtnis), kognitive Information-sverarbeitungsgeschwindigkeit, exekutive Funktionen und die emotionale Befindlichkeit; des Weiteren bei konkretem Bedarf beispielsweise die auditive wie auch die visuelle / visuell-räumliche Wahrnehmung, Lernmotivation und Lernziele, Selbstkonzept der Schulfähigkeit und das individuelle Lern- und Arbeitsverhalten.
Elternberatung und Gutachten („Nachteilsausgleich“):
Das Kind / der Jugendliche und seine Bezugspersonen werden über das Begabungs- und Leistungsprofil, das spezifische Störungsbild und seine Auswirkungen auf Wahrnehmung, Verhalten und Lernen aufgeklärt. Das Profil stellt die qualitative Aufmerksamkeitsschwäche / Aufmerksamkeitsstörung in ihren Dimensionen und Komponenten dar und führt diese auf ihre Ursachen und Wirkungsfaktoren zurück. Die Ergebnisse dieser detaillierten Fachdiagnose gestalten den individuellen Förder- und Maßnahmenplan für das Kind
(Jugendlichen), seine Bezugspersonen und Familie. Auf Wunsch der Eltern wird ein ausführlicher Bericht für den Kinder- und Jugendpsychiater erstellt und für die Schule ein persönliches Schreiben zum „Nachteilsausgleich“ (Allgemeine Ziele und Grundsätze der Verwaltungsvorschrift „Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf“, 2008).
Grundsätze der integrativen Lerntherapie: Aufmerksamkeit / ADHS
Aufmerksamkeitsschwäche / Aufmerksamkeitsstörung
Primärer Bestandteil der integrativen Lerntherapie ist die therapeutische Arbeit und direkte Förderung am Symptom (Aufmerksamkeitsschwäche; Überaktivität, Impulsivität und / oder Sozialverhalten). Aufgrund der fundierten Eingangsdiagnose kann sich die LTE-Lerntherapie konkret am Profil des Kindes, der Ausgangslage und den Stärken und Schwächen, orientieren.
Die LTE-Lerntherapie beginnt vor einer Gruppenphase (hier: Phase der Transfersicherung) grundsätzlich auch bei diagnostizierter Aufmerksamkeitsschwäche / Aufmerksamkeitsstörung als Einzeltherapie auf der Stufe der grundlegendsten Beeinträchtigung und auf der das Kind erfolgreich sein kann. So erfährt das Kind Erfolgserlebnisse und Freude. Dies motiviert nicht nur das Kind, sondern entlastet die Familie und auch das schulische System. Das Kind entwickelt ein positives Selbstkompetenz- und Selbstwertgefühl.
Das Kind wird ganzheitlich gefördert, mit allen Sinnen. Eingesetzt werden erprobte Materialien, wissenschaftlich evaluierte Trainingsprogramme und computergestützte neuropsychologische Trainingsprogramme mit wissenschaftlich gesicherten Effektivitätsstudien.
Bei einer Hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens (ICD-10 F90.1) sind zusätzliche Therapie- und Trainingsschwerpunkte die Förderung der emotionalen und sozialen Kompetenz (Sozialverhalten) wie auch die Förderung positiver Interaktion in Schule und in der Familie.
Grundsätzlich beginnt die Lerntherapie von Aufmerksamkeitsschwäche / Aufmerksamkeitsstörungen mit der spezifischen Behandlung der individuellen Schwierigkeiten (hier: Aufmerksamkeit, Lern- und Leistungsvoraussetzungen).
Behandlung von Lernvoraussetzungen und Begleitstörungen
Förderung der kognitiven Begabung / Fähigkeiten (Denken); neuropsychologische Trainingsprogramme für Kinder mit Aufmerksamkeits- und / oder Gedächtnisstörungen oder Störungen exekutiver Funktionen; Training der kognitiven und visuellen Informationsverarbeitungsgeschwindigkeiten. Übungsbehandlung von Basisfunktionen und Fähigkeiten wie auditive und visuelle Wahrnehmung, visuell-räumliche und räumlich-konstruktiven Fähigkeiten sowie der Visuo-Graphomotorik. Bei Bedarf: Integrative Lerntherapie für Kinder mit Lese- und Rechtschreibstörungen und / oder Rechenstörungen sowie z. B. Lernbetreuung bei belasteten familiären Lernsituationen. Unterstützung des betroffenen Kindes / Jugendlichen und seiner Familie in der psychischen und familiären Bewältigung der besonderen Beeinträchtigungen durch die Aufmerksamkeitsschwäche / Aufmerksamkeitsstörung.
Auch der Bundesverband ADHS Deutschland e.V. empfiehlt die von der LTE Lern-Therapeutische Einrichtung® angewandte mehrdimensionale Diagnose und multimodale Therapie mit ihren spezifischen therapeutischen Elementen
Diagnostik, Verlaufskontrollen und regelmäßige Elterngespräche:
Qualität und Erfolg von Beratung, Lerntherapie und Verhaltenstraining werden durch vierteljährliche Verlaufs- / Kontrolltestungen und Abschlussdiagnose gesichert. Grundsätzlich werden die Eingangsdiagnose und Kontrolltestungen adäquat mit dem Kind / Jugendlichen und seinen Eltern besprochen. Die Eltern werden für die Therapiefortschritte ihres Kindes und die entsprechende konstruktive familiäre Unterstützung sensibilisiert. Ziel der Lerntherapie ist eine positive Lernstruktur: Der Schüler überwindet positiv seine besonderen Schwierigkeiten (siehe auch: Lernstörungen: Minderleistung) und erreicht den seiner Neigung und Begabung / Intelligenz entsprechenden Schulabschluss.
Nach der mehrdimensionalen Diagnose in der Integrations- und Diagnosephase beginnt zeitnah die vereinbarte Therapie. – Bei bestehender „gehirnphysiologischer“ Aufmerksamkeitsschwäche oder Aufmerksamkeitsstörung ist das lerntherapeutische Aufmerksamkeitstraining insbesondere ein neuropsychologisches Funktionstraining. Trainiert wird die Aufmerksamkeit des Betroffenen stets gemäß der Diagnose in ihrer Dimension der Intensität (hier: Aufmerksamkeitsaktivierung, Daueraufmerksamkeit, Vigilanz) und / oder in ihrer Dimension der Selektivität (hier: Selektive und / oder fokussierter Aufmerksamkeit, Flexibilität / Wechsel im Aufmerksamkeitsfokus, Geteilte Aufmerksamkeit). Zudem können beispielsweise das Gedächtnis (hier: Arbeitsgedächtnis, Langzeitgedächtnis) und exekutive Funktionen (hier: Planungs- und Handlungskompetenz) trainiert werden.
Die LTE therapiert funktional und stufenweise. Ziel der jeweiligen Behandlungsdimension und Behandlungsstufe ist die Therapie der grundlegendsten Beeinträchtigung des Betroffenen. Denn häufig bleiben nach der Therapie der Grundstörung auch die Folgeschwierigkeiten aus. – Die Interventionsebenen Eltern / Familie und Kindergarten oder Schule werden hauptsächlich bei „Einfacher Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F.90.0)" oder „Hyperkinetischer Störung des Sozialverhaltens (ICD-10 90.1)" realisiert.
Erste Interventionsebene:
Training der Gehirn- / Basisfunktion der Aufmerksamkeit:
Neuropsychologisches Aufmerksamkeitstraining und selektive Konzentrationsübungen der gestörten Basisfunktion „Aufmerksamkeit“ gemäß dem individuellen Störungsprofil, beginnend als Einzeltraining und später zur Transfersicherung auch als Gruppentraining. Primäre Ziele des Aufmerksamkeitstrainings sind die messbare Steigerung und Stabilität der Aufmerksamkeitsfunktionen in verschiedenen (sozialen) Situationen; Trainingsbereiche können beispielsweise sein: Aufmerksamkeitsaktivierung und Daueraufmerksamkeit (Dimension der Intensität), Selektive und fokussierte Aufmerksamkeit oder geteilte Aufmerksamkeit (Dimension der Selektivität). Das spezifische Training wird oftmals ergänzt durch Förderung exekutiver Funktionen.
Stützende Übungen: Spiel, Entspannung und Stressprävention
Spiel und mentales Training: (1) Elemente tiefenpsychologisch fundierter Kinder- und Jugendpsychotherapie. (2) Training progressiver Muskelentspannung in Verbindung mit Stresspräventionstraining und / oder einem kognitiven / mental-kognitiven Training zum Abbau von Unruhe, Stress und blockierenden Ängsten (bspw.: Lern- und / oder Prüfungsangst).
Zweite Interventionsebene:
Pädagogisch-psychologische Lerntherapie:
Selbstregulations- / Selbstinstruktionstraining (Verhalten),
Selbstmanagement- und Lernstrategietraining
Kognitives Training / Verhaltenstraining der Selbststeuerung
(Selbst- / Handlungsregulation) und der Reaktionskontrolle (vs. Impulsivität):
Das Selbstregulations- / Selbstinstruktionstraining umfasst: (1) Basistraining der fokussierten Wahrnehmung und selektiven Aufmerksamkeit (vgl.: oben) zur funktionellen Entwicklung der Grundfähigkeiten zur Reaktionshemmung / Reaktionskontrolle und inneren (verbalen) Selbststeuerung / Handlungsregulation. (2) Strategietraining zur vertieften Übung der Handlungs- und Verhaltensorganisation und Handlungs- und Verhaltenssteuerung (vgl. hier: Exekutive Funktionen: Zielsetzung, Planung der Vorgehensweise, handlungsorganisierende Strategien und handlungsleitende Selbstinstruktion) in Verbindung mit dem LTE-Selbstmanagement- und Lernstrategietraining. Primäre Ziele dieses Trainings sind die Fokussierung der Aufmerksamkeit, die Reaktionskontrolle und die Entwicklung eines reflexiven Arbeitsverhaltens durch die verbale Selbststeuerung (hierbei beispielsweise: Wenn-dann-Pläne; Verbalisieren bei Problemlöseaufgaben), zudem ist ein Ziel (Gruppentrainingsphase) die Transfersicherung in den (Lern-) Alltag des Kindes / Jugendlichen.
Selbstmanagement- und Lernstrategietraining / Lerncoaching:
Selbstmanagement- und Lernstrategietraining / Lerncoaching der LTE verbindet sich stets mit dem individuellen Training exekutiver Funktionen (hier Bsp.: Lernen – Zielsetzung, Planungsfähigkeit, Selbstanweisungen, Problemlösen, Ziel-Überwachung und Handlungskontrolle). Primäre Ziele des Trainings sind die effektive Vermittlung von Methoden zur eigenständigen Änderung kritischen (Lern-) Verhaltens (Bsp.: Interesse und Motivation; Selbstbeobachtung und Selbstwahrnehmung des eigenen Lern- und Arbeitsverhaltens in Kombination mit Selbstwirksamkeit, Selbst- und Fremdverstärkung) und zudem die Entwicklung von individuellen adäquaten Lern- und Zeitmanagementtechniken.
Dritte Interventionsebene
(bei Aufmerksamkeitsstörungen / ADHS):
Lerntherapeutisches Verhaltenstraining
emotionaler und sozialer Kompetenzen (Sozialverhalten):
Lerntherapeutisches Verhaltenstraining mit dem primären Ziel der Verminderung impulsiven und sozial-oppositionellen Verhaltens in Schule und Familie. Hierbei sind konkrete Verhaltensziele, das Wahrnehmen und Erkennen von Einstellung, Haltung und Verhalten sowie das Selbstwahrnehmen der Reziprozität von Gefühl und Denken (Kognition und Emotion) zentrale Bestandteile dieses Trainings. Gefördert wird z. B. die Selbstwahrnehmung, das positive Denken, die Selbstwirksamkeit, Selbststeuerung und Selbstkontrolle sowie die adäquate positiver Selbstakzeptanz des Kindes / Jugendlichen.
Das lerntherapeutische Verhaltenstraining steht in konkreter Verbindung mit:
Elternberatung, Elternerziehungstraining, Eltern- und Familiencoaching;
Kindergarten- / Schulzentrierte Intervention
und Beratung:

Kontakt
LTE:
Lern-Therapeutische Einrichtung® |
www.lte-lerntherapie.de |
Standort Gerlingen Kirchstraße 3 (Brunnenmarkt) | 70839 Gerlingen Telefon: 07156 / 30 70 656 oder
0711 / 806 66 82 |
Telefon: 0711 / 806 66 82 |
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